Schutz gegen unfaire Konkurrenz aus China gefordert

2016 08 23 Liese CVK Walzwerk Einsal460Bei einem Besuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und Dr. Peter Liese im Walzwerk Einsal in Nachrodt haben sich die Politiker über die schwierigeren Wettbewerbsbedingungen der heimischen, vor allem mittelständischen, Industrie informiert. Der europäischen Stahlindustrie machen derzeit vor allem die chinesischen Produktionsüberschüsse zu schaffen, die sehr viel günstiger als die heimischen Stahlerzeugnisse auf dem europäischen Markt verkauft werden. Zudem wird unter völlig anderen Auflagen (niedrige Lohn,- Sozial,- und Umweltstandards) produziert.

„Die Kapazitätsüberhänge der chinesischen Stahlindustrie werden im Jahr 2016 auf 430.000.000 t geschätzt“, berichtet Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer, Walzwerke Einsal GmbH. „Der Wettbewerbsvorteil der Walzwerke Einsal ist Qualität und Sonderanfertigungen, mit Standardprodukten können wir im Wettbewerb nicht mehr mithalten“, so Reinke. Hinzu käme eine steigende Anforderungen von Behörden, steigende Steuerlasten und die Ungleichverteilung der Umweltschutzkosten, wie zum Beispiel die EEG-Umlage.

Die CDU-Politiker sagten dem Geschäftsführer des Walzwerks Einsal ihre Unterstützung zu. „Ich sehe es als meine Aufgabe an, die berechtigten Interessen der heimischen Arbeitgeber und –Arbeitnehmer in Brüssel vorzutragen. Wenn China zu Preisen auf den europäischen Markt dringt, die unter den Kosten liegen, dann muss die EU die heimische Industrie besser schützen“, so der Europaabgeordnete Peter Liese, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion (EVP-Christdemokraten) im Europäischen Parlament ist.

Auch die Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, betonte, dass mittelständische Unternehmen die deutsche Wirtschaft ausmachen. „Es wäre eine Katastrophe, wenn Arbeitsplätze hier in der Region abgebaut würden. Hier wird nicht nur umweltfreundlich produziert, sondern unsere inhabergeführten Familienunternehmen leisten auch einen hohen Beitrag im Arbeits- und Gesundheitsschutz.“

Die Walzwerke Einsal beschäftigen 300 Mitarbeiter, davon 55% mit Migrationshintergrund, und ist der größte Arbeitgeber im Ort.