2015 07 25 kita Zaubergarten460Zum  ersten "Geburtstag" der Kindertagesstätte "Zaubergarten" im Sauerlandpark Hemer erkundigten sich interessierte Hemeranerinnen auf Einladung der Frauenunion Mark unter der Leitung von Bernadette Böger über die Entwicklungen der Einrichtung. "Die Kita war aus einer Notlösung heraus entstanden; aufgrund der Herausforderungen des Rechtsanspruches auf einen U3-Kindergartenplatz war die Stadt Hemer gezwungen, entsprechende Kapazitäten zu schaffen", so Heike Amrhein, Abteilungsleiterin der Kindertagesbetreuung der Stadt Hemer.

Stolz berichtete sie über den derzeitigen Stand der Einrichtung. Mit derzeit 57 Kindern im Alter von 0 bis 6 erreichen sie eine knappe Überbelegung und können so den Bedarf auf Stadtebene decken. Zudem trage das motivierte pädagogische Betreuungsteam unter der Leitung von Frau Manuela Jürgen-Schellert zum Erfolg der jüngsten Betreuungsstätte des Jugendamtes der Stadt Hemer bei.
 
Frau Heike Amrhein und Frau Claudia Heetfeld, zuständige Mitarbeiterin für den Bereich der Großtagespflegestelle,  führten die verschiedenen Möglichkeiten der Betreuung von Kindern in Hemer in den insgesamt 11 Einrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft aus. Von 25 Stunden, 35 Stunden oder 45 Stunden geht das Betreuungsangebot und wer nutzt welche Stundenzahl an Betreuungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang kam der Vorschlag der Bundesfamilienministerin Schwesig einer 24 Stunden Betreuung zur Sprache. Christel Voßbeck-Kayser, MdB, selbst Mutter von 3 Kindern, stellte die Frage, ob dies die richtige Form der Familien- und Berufsförderung ist. Gerade in der Präge- und Bindungsphase eines Kindes im Alter von wenigen Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten sollte, so es eben möglich ist, auf solche Unterbringungsformen verzichtet werden.

Auch die anwesenden städtischen pädagogischen Kräfte sahen es nicht für sinnvoll an, wenn eine junge Frau tagsüber ihr Kind in die Kindertagesstätte bringt und anschließend für die Spätschicht bei einem Fast Food Restaurant noch eine Tagesmutter wünscht.
Denn, so waren sich alle Anwesenden einig, wann sehen Eltern dann noch ihr Kind und verbringen als Eltern Zeit mit ihrem Kind. Auch die  Tagesmutter  kann eine Form zur Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein. Als Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales fand es Christel Voßbeck-Kayser, MdB, wichtig, hierzu sich auf Bundesseite Gedanken zu machen wie Arbeitsverhältnisse, die für  Eltern, Tagesmütter/Tagesväter und für die Solidargemeinschaft  zum Vorteil gereichen, ausgestaltet werden können. Denn: der Staat ist nicht der bessere Erzieher. Heike Amrhein befürwortet diese Gedanken, wünscht sich eine Anerkennung von Tagesmüttern als anerkannten Beruf.
 
Der Rundgang durch die Einrichtung auf einer großzügig gestalteten Ebene von 700 qm mit verschiedenen Gruppen,- und Schlafräumen für Kinder von einigen Monaten bis zum Schuleintrittsalter sowie Beschäftigungs- und Bewegungsräumen entlockte allen Besuchern großes Entzücken. "Hier macht es Spaß, Kind zu sein und seinen Tag zu verbringen, so waren sich alle Besucher einig. Die Räumlichkeiten mit angrenzendem Sauerlandpark zum Erkunden ist eine großartige Wahl der Stadt Hemer gewesen, Kinderbetreuung anzubieten. Zum Abschluss überreichten die CDU Damen den pädagogischen Kräften einen Gutschein zum Einkauf von Lesematerial.