Industrie 4.0 - Chancen und Hemmnisse von Start-Ups - Arbeitskreis der CDU Mark besucht Iserlohner Firma "stepcraft"

2015 06 08 AK WirtschaftDas Modellflugzeug nicht im Modellbauladen kaufen, sondern sich selbst zu Hause mit dem 3D-Drucker ausdrucken - dass diese Vorstellung nicht Fiktion bliebt, sondern in den Bereich des Realen rückt, daran arbeitet die Firma "stepcraft". Davon konnten sich die Mitglieder des Arbeitskreises Europa, Wirtschaft und Technologie der CDU Märkischer Kreis unter dem Vorsitz von Holger Scheel bei einer Betriebsbesichtigung mit anschließender Diskussion bei diesem Iserlohner Start-Up überzeugen. Besonders beeindruckt hat die Besucher, unter ihnen der märkische Landtagsabgeordnete Thorsten Schick und die Iserlohner Bürgermeisterkandidatin der CDU, Katrin Brenner, das rasante Wachstum des erst von gut zwei Jahren gegründeten Unternehmens. Was im Dezember 2012 in einem kleinen Büro im Gründerzentrum am Kalkofen begann, erstreckt sich nun auf mehrere Büro- und Produktionsräume. Knapp 20 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen nun. "Im Grunde beruhen unsere Produkte auf einer Weiterentwicklung der CNC-Technik", erläutert Firmengründer Markus Wedel. "Mittlerweile sind wir damit beschäftigt, unsere Aktivitäten auf den amerikanischen Markt auszubauen." Ein Engagement, das durchweg Anerkennung bei den Vertretern der CDU hervorrief. "Dies ist ein schönes Beispiel, das zeigt, welches Potenzial in solchen Start-Ups steckt", lobt Thorsten Schick. "Von politischer Seite aus müssen wir viel stärker unser Augenmerk auf solche Unternehmen richten. NRW darf den Anschluss hieran nicht verlieren", meint der Landtagsabgeordnete, dessen Tätigkeitsbereich unter anderem auch die Digitalisierung der Wirtschaft umfasst. Manchmal liegen die Schwierigkeiten der Start-Ups gerade im alltäglichen, praktischen Bereich. So machte Markus Wedel deutlich, dass man am bisherigen Standort rein platztechnisch an seine Grenzen stoße. Da aber nicht absehbar sei, wie weit das Unternehmen in fünf bis zehn Jahren wachsen werde, sei es auch schwer, eine passende Immobilie zu finden. "Es wäre schön, wenn hier von Seiten der Kommune und der Wirtschaftsförderung noch stärker Hilfestellung gegeben würde", meint der Firmengründer und stieß damit auf offenen Ohren bei Katrin Brenner. Sie sicherte zu, als Bürgermeisterin dem Thema Wirtschaftsförderung höchste Priorität einzuräumen.Und noch ein Punkt brannte dem Unternehmer Wedel unter den Nägeln: "Es ist schwierig, als kleines Unternehmen eine Kooperation mit der Fachhochschule zu starten. Wir hätten da einige Ideen, aber die Resonanz war bisher mager. Klar, wir haben nicht einen solch renommierten Namen wie gestandene Mittelständler der Region, aber ich glaube, wir könnten doch eine Menge interessanter Projekte und Überlegungen einbringen - zum gegenseitigen Vorteil." Der Vorschlag einer Kommunikations- und Verbindungsplattform stand im Raum, bei dem sich Wissenschaftler und Vertreter der betrieblichen Praxis suchen und finden könnten. Ein Vorschlag, den sowohl Brenner als auch Schick gerne aufgriffen und in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld weiter umsetzen wollen.