Landesregierung muss Tempo auf Datenautobahnen machen

Thorsten SchickIV300Der Märkische Kreis braucht mehr Datenautobahnen. Das geht aus einer Studie im Auftrag der NRW.Bank hervor, die heute in Düsseldorf vorgestellt wurde. Um den Märkischen Kreis flächendeckend mit Hausanschlüssen aus Glasfaser anzubinden, müssten 229 Millionen Euro investiert werden. Aber selbst wenn örtliche Randlagen nicht mit Glasfaser angebunden würden und auf bestehende Datenautobahnen zurückgegriffen wird, bleiben hohe Kosten. Selbst bei dieser Variante müssten 89 Millionen Euro allein für den Märkischen Kreis aufgewendet werden.

Das liegt daran, dass der Märkische Kreis viele ländliche Gebiete hat und bislang weniger Glasfaserkabel als im Landesdurchschnitt verlegt wurden. Aus diesem Grund müssten für 42 Prozent der knapp 200.000 Haushalte im Märkischen Kreis neue Anschlüsse gelegt werden.

Der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick kritisierte auf Grund der Studie die rot-grüne Landesregierung scharf: "Es wird deutlich, dass wir mehr Fördergelder brauchen, um die weißen Flecken beim schnellen Internet im Märkischen Kreis zu beseitigen." Nachdenklich stimme ihn, dass die Studie darauf hinweise, dass die Unterversorgung in Gewerbegebieten in Nordrhein-Westfalen besonders auffallend sei. "Leidtragende sind wieder einmal die vielen mittelständischen Unternehmen im Märkischen Kreis. Mit einer Infrastruktur von gestern wird es auf Dauer immer schwerer die innovativen Produkte von morgen anzubieten", so die Befürchtung des CDU-Abgeordneten. Langfristig koste diese Politik Arbeitsplätze in der Region.