Heider-klein150Matthias Heider, heimischer CDU-Bundestagsabgeordneter, sieht Licht und Schatten beim heute vom Deutschen Bundestag beschlossenen Rentenpaket: „Positiv ist die Flexibilisierung des Renteneintritts über das Regeleintrittsalter hinaus. Viele Arbeitnehmer können und wollen gerne länger arbeiten. Dieser Wunsch scheitert aber oft an gesetzlichen oder tariflichen Hürden. Diese räumen wir mit der Flexi-Rente beiseite. Das entspricht der Lebenswirklichkeit einer immer älter und immer gesünder werdenden Bevölkerung. Die Unternehmer – auch im vom demographischen Wandel stark betroffenen Sauerland –  profitieren von den erfahrenen Fachkräften, der Staat von höheren Steuereinnahmen und die Arbeitnehmer von höheren Bezügen.“

Deutlich kritischer fällt Heiders Meinung zur Rente mit 63 aus. „Bauchschmerzen bleiben bei der Absenkung des Renteneintrittsalters für langjährig Beschäftigte. Kein gutes Signal angesichts der demographischen Herausforderung. Wir haben in den letzten Jahren dafür gearbeitet, das Renteneintrittsalter heraufzusetzen, und verlangen das auch von unseren europäischen Partnern. Das wirft kein gutes Licht auf uns“, so Heider. Eine drohende Frühverrentungswelle habe die CDU durch einen rollierenden Stichtag zwar verhindert, die Anrechnung von Zeiten der Arbeitslosigkeit auf die 45 Jahre sei aber zu großzügig ausgefallen. Auch habe er sich gewünscht, dass die Mütterrente aus Steuermitteln finanziert worden wäre und nicht aus Beiträgen zur Sozialversicherung. „So nehmen wir einen großen Schluck aus der Pulle der aktuell gut gefüllten Rentenkasse.“

Dennoch stimmte Matthias Heider heute dem Gesetzesentwurf zu. „Wir sind koalitionstreu und haben getan, was wir konnten, um vernünftige Änderungen zu erreichen. Das ist uns nur in Teilen gelungen, aber die Fähigkeit zum Kompromiss gehört zur Übernahme von Regierungsverantwortung dazu.“ Das Rentenpaket tritt bereits zum 1. Juli 2014 in Kraft.

Der Abgeordnete setzt nun auf die einberufene Arbeitsgruppe, die im Laufe des Jahres weitere Vorschläge für einen flexibleren Übergang vom Berufsleben in die Rente erarbeiten soll. „Die Einführung der Flexi-Rente ist dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so Heider.