2013-07-10 JU Geisterfahrer480

Über das Geisterfahrer-Warnsystem der Wilhelm Schröder GmbH informierten sich jetzt die Mitglieder des Kreisvorstandes der Junge Union (JU) Mark. Das Herscheider Un-ternehmen Schröder forscht gemeinsam mit Wissenschaftlern der TU Dortmund und der RWTH Aachen an einem System, das im Falle einer Geisterfahrt auf der Autobahn andere Verkehrsteilnehmer warnen soll. Auslöser für die Initiative des Mittelständlers, der norma-lerweise Stanz- und Spritzgußteile produziert, war der durch einen Geisterfahrer verursachte schwere Unfall von drei Mitarbeitern. Gemeinsam mit dem verantwortlichen Projektleiter Dennis Dorn informierte Geschäftsführer Kai Okulla die Nachwuchspolitiker über sein Unternehmen und konkret über das Geisterfahrer-Warnsystem.

Kern des Warnsystems ist ein Funkfeld, das zwischen sechs Leitbaken aufgebaut wird und durchfahrende Fahrzeuge an Autobahnauf- und abfahrten registriert. Die durch Solarstrom betriebene Mess- und Kommunikationstechnik erkennt, ob ein Fahrer in der falschen Richtung auf die Autobahn auffährt. Nimmt das System einen Falschfahrer wahr, wird dieser nicht nur mittels Signal-Blinkern darauf hingewiesen, sondern innerhalb von wenigen Sekunden wird auch eine komplexe Informationstechnik in Gang gesetzt. Zum einen werden Polizei und Verkehrswacht benachrichtigt. Zum anderen besteht die Möglichkeit, alle Fahrzeugführer auf der betreffenden Autobahn mittels einer Handy-App zu warnen.   

"Es ist toll, welche Innovationen von mittelständischen Unternehmen in unserer Region entwickelt werden", zeigte sich Stefan Woelk, Kreisvorsitzender der JU, beeindruckt von der ausgeklügelten Idee. Auf der Autobahn A43 in Bochum wird das System, welches durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, derzeitig auf seine Verkehrs-Tauglichkeit getestet. "Wir wünschen den Verantwortlichen viel Erfolg. Sollten Wirtschaftlichkeit und Effektivität gegeben sein, halten wir den Einsatz dieser sauerländischen Technologie für richtig und deutlich besser geeignet als das bloße Aufstellen von Warnschildern", so Woelk.