2011-12-07_MIT_DB_Hagen500

Hagen spielt eine große Rolle im überregionalen Güterverkehr. Dies nahm sich Matthias Heider kurz vor Weihnachten in seiner Funktion als Abgeordneter und als Bezirksvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) zum Anlass, sich auf dem Rangierbahnhof Hagen-Vorhalle über Lage und Pläne der Deutschen Bahn im Güterverkehr informieren zu lassen.

Der Rangierbahnhof wurde vor einigen Jahren mit Investitionen von rund 55 Mio. Euro erneuert und gehört zusammen mit dem Standort Duisburg zum wichtigsten Logistikknoten der DB Schenker AG, der Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, in Deutschland. Zusätzlich entfaltet Hagen-Vorhalle als Endpunkt der Ruhr-Sieg-Strecke und als Umschlagplatz für die Hinterlandverkehre der großen Seehäfen eine bedeutende Wirkung für die südwestfälischen Unternehmen. Rund 1.800 Waggons werden auf den 40 Richtungsgleisen täglich auf neue Züge aufgeteilt und fahren in alle Himmelsrichtungen.

Heider zeigte sich beeindruckt von der Betriebsamkeit und der Effizienz der voll elektronisch gesteuerten Anlage: „Die Anbindung Südwestfalens an das überregionale Güterverkehrsnetz ist von immenser Bedeutung für die  exportorientierte, mittelständische Industrie im Kreis Olpe. Leider scheint mir der Fokus der DB zu sehr auf den Großkunden zu liegen. Für den Mittelstand ist insbesondere der Service für den Einzelwagenverkehr an den Abholpunkten bis hin nach Kreuztal wichtig. Ich habe gemeinsam mit dem Olper MIT-Vorsitzenden Markus Scherer deutlich gemacht, dass wir uns hier Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der einzelnen Unternehmen erwarten. Auch gab es vereinzelte Kritik am Service der DB Schenker.“

Eine Chance, deutlich mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, bietet der sog. Kombinierte Verkehr. Größere Stecken werden dabei per Bahn zurückgelegt, wohingegen der Quell- und Zielverkehr mit anderen Verkehrsmitteln, meistens dem Lkw gefahren wird. Matthias Heider interessierte sich insbesondere für das Projekt cargo-beamer, das Sattelauflieger  der Lkws schnell und einfach auf Güterzüge umsetzen kann und dadurch für den Einzelwagenverkehr mittelständischer Betriebe besonders geeignet ist. „Die Pläne, ein Terminal für den cargo-beamer in Hagen zu etablieren, bestehen bereits nd ich werde mich für eine Realisierung stark machen. eiterhin bleibt aber natürlich auch ein Streckenausbau der Ruhr-Sieg-Strecke dringend geboten. Wir wollen nicht erst in Hagen auf die Schiene, sondern schon an möglichst vielen Punkten im Lennetal“, so Heider.