Dr. Matthias Heider als Gastreferent bei der Jungen Union Hemer

2011-12-05_JU_Hemer_Heider500

„Hemer und der Märkische Kreis im Zeitalter erneuerbarer Energien“ hieß das Thema der Diskussionsrunde der Jungen Union Hemer am vergangenen Montagabend. Als Gastreferent war der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider geladen um zusammen mit den jungen Christdemokraten über die Energiewende zu diskutieren. Im Hinblick auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima ist ein Umdenken natürlich angebracht, dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass die deutschen Kernkraftwerke als sehr sicher gelten, führt Dr. Heider an und legt eine deutliche Betonung auf das Wort „sicher“. Derzeit stehen, nach der Abschaltung des

Großteils aller Kernkraftwerke in Deutschland, 90 GB gesicherte Kapazität zur Verfügung. 80 GB davon werden während der Spitzennachfrage im Winter verbraucht. „Das ist ein sehr kleiner Notfallpuffer“, so Heider.

Sind allerdings Solar-, Wasser- und Windkraft auch in der Region des Märkischen Kreises durchsetzbar? Gerade in einer Region die stark von einer energieintensiven Industrie geprägt ist, stellt sich die Frage, ob erneuerbare Energien diese Kapazitäten erfüllen können. „Erneuerbare Energien sind eine gute Sache, wenn das Konzept stimmt. Man muss auch bei längerer Trockenheit und Windstille in der Lage sein, die volle Stromkapazität zu erhalten“, so Dr. Heider. Zudem führt er während seines einstündigen Vortrages an, dass man beim Thema Energiewende viel bedenken muss – besonders im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort Sauerland. Erneuerbare Energien werden erhöhte Stromkosten zur Folge haben, welche wiederum dazu führen, dass Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig bleiben können.