2011-10-17_Kreisparteitag_Euro_Krise500

Unter der Überschrift "Die Euro-Krise - Gefahr für Unternehmen und Beschäftigte in Südwestfalen" diskutierten über 70 Mitglieder und Interessierte auf Einladung der CDU im Märkischen Kreis im Pfarrheim St. Josef in Menden-Lendringsen. Der CDU-Kreisvorsitzenden Thorsten Schick aus Iserlohn leitete die Podiumsdiskussion mit dem Bundestagsabgeordneten

Dr. Matthias Heider aus Lüdenscheid, dem Unternehmer Prof. Dr. Henning Zoz und dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall aus Olpe, Georg Keppeler.

In seiner Begrüßung rief Schick in Erinnerung, dass es die CDU gewesen sei, die sich gegen die Aufnahme von Griechenland in den Euro ausgesprochen hatte. Ebenso sei es ihm wichtig, "dieses heiß diskutierte Thema hier vor Ort aufzunehmen und mit Blick auf die heimische Perspektive zu erörtern." Ebenso hielt der heimische Landtagsabgeordnete Wolfgang Exler ein kurzes Grußwort, in dem er seiner Hoffnung auf Antworten Ausdruck verlieh.

Während der Eingangsstatements und der Diskussion stellten die Diskutanten übereinstimmend fest, dass Ausgangspunkt des derzeitigen Handelns die Bankenkrise im Jahr 2008 war und die zu einer Staatsfinanzierungskrise geworden ist. Dabei wurde jedoch betont, dass sich daraus zur Zeit keinerlei Probleme für die heimische Wirtschaft ableiten ließe. Prof. Zoz fragte nicht nur sich, ob es überhaupt sein müsse, dass die Krise in den Köpfen der Menschen ankomme?

Die gute Arbeitsbedingungen und die gut ausgebildeten Fachkräfte in Deutschland und in der heimischen Region erwähnte Georg Keppeler, der auf die vorhandenen arbeitsmarktpolitischen Instrumente verwies, die jedoch wie z. B. die Kurzarbeit richtig angewandt werden müssten. Auch plädierte er für eine stärkere Betonung der Wertegemeinschaft der Europäischen Union, die man nicht nur auf den Euro begrenzen dürfe.

Die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken müsse als Ziel formuliert werden, stellten die drei Experten fest. Auch wurde in diesem Zusammenhang über die Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer diskutiert, die jedoch nur weltweit angewandt Sinn machen würde.

Einig waren sich die Podiumsteilnehmer auch darin, dass in Deutschland mit der sozialen Marktwirtschaft das richtige Wirtschaftsmodell vorhanden sei. Dr. Matthias Heider betonte abschließend hierzu, dass Wirtschaft kein Selbstzweck sei, sondern eine dienende Funktion habe. Ebenso hob er die Verhinderung der Eurobonds durch die CDU hervor, die die SPD gefordert hatte. Dadurch wären kommunale Kredite nach derzeitigem Stand im Schnitt um ca. zwei Prozent teurer geworden und es wäre zu einer weiteren finanziellen Belastung der Städte und der Bürger gekommen.

Hier können Sie sich eine Bildergalerie des Abends anschauen.