Papst fordert Politiker auf, ein hörendes Herz zu haben

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Papst Benedikt XVI. hat sich in seiner Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 22. September mit den Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats auseinandergesetzt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche und damit von 1,1 Milliarden Gläubigen, war von Bundestagspräsident Prof. Dr. Lammert mit Zustimmung aller

Fraktionen eingeladen worden, zu den Abgeordneten zu sprechen.

Der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (CDU) war tief bewegt von der eindrucksvollen Rede des Papstes am Donnerstagnachmittag im Plenum des Deutschen Bundestages: "Papst Benedikt hat uns Entscheidungsträger in der Politik ermahnt, dass Erfolg nicht letzter Maßstab und Grund für die Arbeit des Politikers sein dürfe."

Heider bedauert das Verhalten einiger weniger abwesender oppositioneller Parlamentarier und zeigt sich kritisch: "Der Papst hat mit seiner beeindruckenden Rede dafür gesorgt, dass wir uns immer wieder besinnen und darüber nachdenken müssen, was unsere demokratisch legitimierte Aufgabe hier in Berlin ist. Die Worte des Papstes, Politik müsse Mühen um Gerechtigkeit sein, sein Wunsch, mehr auf sein Herz zu hören, und seine Bitte, dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren, sollten grundlegende Aufgaben der Politik sein. Das Postulat des Papstes betrifft alle Parlamentarier."

Dem Wert der Natur und dem Wert der menschlichen Natur räumte der Papst einen zentralen Platz in seiner Rede ein.