2011-08-30_Liese_Energiesparlampen300

Das Europäische Parlament fordert, dass Energiesparlampen, sogenannte Kompaktleuchtstoffröhren, von Händlern in Geschäften generell zurück genommen und fachgerecht entsorgt werden müssen. Darauf weist der südwestfälische

CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese anlässlich des Eintretens der nächsten Stufe des sogenannten Glühbirnenverbotes am 1. September hin.

"Die bisherige Lösung ist aus unserer Sicht nicht bürgerfreundlich. Energiesparlampen können ebenso wie andere Leuchtstoffröhren an kommunalen Sammelstellen zurückgegeben werden. Dies wird in den Kreisen sehr unterschiedlich gehandhabt und in manchen Kommunen sind die Öffnungszeiten aber sehr ungünstig und es müssen weite Wege zurückgelegt werden. Bei Batterien hat sich ein Rücknahmesystem in den Geschäften bewährt." Die Gefahren von Kompaktleuchtstoffröhren (Energiesparlampen) werde zudem aus seiner Sicht maßlos übertrieben", so Liese.

"Die quecksilberhaltigen Thermometer, die bis vor wenigen Jahren in Haushalten, Praxen und Kliniken Standard waren um auch bei Kindern Fieber zu messen, enthielten über 200 mal so viel Quecksilber wie eine Energiesparlampe."

Experten wie der Professor für Kinderheilkunde an der Universität Osnabrück, Prof. Dr. med. Karl Ernst von Mühlendahl (Professor für Kinder- und Jugendmedizin, Toxikologe und Umweltmediziner. Von 1979 bis 2001 führte Prof. von Mühlendahl das Kinderhospital in Osnabrück und ist seit 1991 ärztlicher Leiter der Kinderumwelt), sprechen deshalb bei Energiesparlampen von einer unnötigen Erregung. "Aus medizinischer Sicht ist die beim Zerbrechen freigesetzte Menge, die weniger als ein Zweihundertstels des Inhalts eines Fieberthermometers beträgt, belanglos, besonders wenn, was die Regel sein dürfte, die zerbrochene Lampe entfernt wird".

"Die größte Quelle von Quecksilber ist nach wie vor die Verbrennung von Braun- und Steinkohle in Kraftwerken, daher ist Energieeffizienz auch die beste Maßnahme für die Vermeidung von Quecksilber in der Umwelt. Trotzdem müssen wir die Entsorgung von Energiesparlampen, wie auch anderen Elektrokleingeräten, verbessern", so Liese. Das Europäische Parlament hat die entsprechende Forderung in erster Lesung mit überwältigender Mehrheit beschlossen, der Ministerrat (die Umweltminister aus den 27 Mitgliedstaaten) haben dies zunächst abgelehnt. Verbraucherverbände und Umweltorganisationen sind für den Antrag, der Handel spricht sich bisher dagegen aus. In den nächsten Monaten wird versucht, zwischen Parlament und Ministerrat eine Einigung zu finden.

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