Eltern, Schüler und Kommunen brauchen Sicherheit

Peter_Maywald_dunkel300„Natürlich ist dieses Urteil eine Katastrophe für die Landesregierung. Aber viel schlimmer ist, dass Eltern, Kinder und Kommunen nun

völlig verunsichert sein müssen.“ erklärt der Kreistagsabgeordnete Peter Maywald aus Menden, Leiter des Arbeitskreis Schule, Bildung und Wissenschaft des CDU Kreisverbandes Mark nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster zur Gemeinschaftsschule. In der Arbeitskreissitzung der CDU-Mark wurde das aktuelle Urteil diskutiert. Die klare Rechtssprechung lasse nun die weitere Einrichtung von Gemeinschaftsschulen für das Jahr 2012/13 als Modellversuch auf keinen Fall mehr zu. Ein weiter so in denen mit einem „Modellversuch Gemeinschaftsschule“ liebäugelnden Kommunen wäre nicht verantwortungsvoll. Hinterfragt werden muss nun auch, auf welcher Rechtsgrundlage die schon genehmigten Gemeinschaftsschulen betrieben werden dürfen. Alleine die Tatsache, dass noch niemand gegen diese Schulen geklagt hat, kann für Eltern, Kinder und Lehrer keine solide Zukunftsperspektive sein. Selbst ein neues Schulgesetz welches mit der SED Nachfolgepartei Ende 2011 verabschiedet werden soll, kann nicht ernsthaft mit unerprobten Lehrplänen, noch zu suchenden Kooperationspartnern und Standortanpassungen eine Alternative für unsere Kinder sein.

Der Arbeitskreis empfiehlt weiter mit der Minderheitsregierung im Land zu verhandeln, um einen Schulfrieden zu erreichen. Allerdings dürfen dabei nicht ideologische Dinge im Vordergrund stehen, sondern die Zukunfts- und Bildungschancen unserer Kinder. Für die Verhandlungen sollen die gerade von der Landes CDU auf einem Landesparteitag verabschiedeten Leitlinien herangezogen werden. Diese beinhalten die Möglichkeit zur Einrichtung einer Gesamtschule ebenso wie die Möglichkeit aus Realschule und Hauptschule eine Verbundschule mit nur 40 Kindern pro Jahrgangsstufe zu machen. Auch wenn man selber in der Vergangenheit mit der Hauptschulinitiative nicht erreicht hat, was man wollte, muss man nun endlich den Mut haben, den Elternwillen abzufragen und umzusetzen. Von Seiten des Arbeitskreises glaubt man nicht daran, dass Experimente mit Kindern im Sinne der Eltern sind. Alternativen müssen Ganztagbetreuung und gesicherte Bildungsangebote sein, die durchaus in einer integrativen Beschulung zusammengeführt werden können. Dafür gibt es gute und funktionierende Systeme. Eine Einheitsschule für NRW ist falsch.