Zum Jahresabschluss trafen sich die Damen der FRAUEN UNION des Bezirks Südwestfalen im Haus Heerwiese in Lüdenscheid und diskutierten über das Thema Präimplantationsdiagnostik (PID).

Laut Statistik kommen in Deutschland etwa 10 000 Kinder aufgrund der angewandten "In-Vitro-Fertilisation" IVF auf die Welt. Viele Paare hoffen, mittels einer künstlichen Befruchtung doch noch ein Kind zu bekommen. Bei der PID geht es jedoch darum, sicherzustellen, dass NUR befruchtete Eizellen eingepflanzt werden, die ohne Erbschädigungen sind, soweit man sie diagnostizieren kann. Diese spezielle Methode ermöglicht Gentests an befruchteten Eizellen. Es kommt somit zu einer Auslese und Vernichtung von menschlichen Embryonen.

Die Frauen diskutierten die drei Möglichkeiten, die im Raum stehen: ein generelles Verbot von PID, die Zulassung in Grenzen oder eine unbegrenzte Zulassung. Annemarie Kreckel, Vorsitzende der FU Südwestfalen, ist mit ihren Frauen der Meinung, dass die Präimplantation gegen das Embryonenschutzgesetz generell verstößt und es schwierig sein dürfte, die Grenzen zu ziehen: "Das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 6. Juli 2010 hat wohl deutlich gemacht, dass die bisherige gesetzliche Reglung nicht präzise genug ist. Es bleibt abzuwarten, wann und wie hier Klartext gesprochen wird." Auch die intensive Debatte auf dem Bundesparteitag -unter anderem über den Stellenwert des Christlichen in der Partei- hat die Brisanz dieses Themas aufgezeigt. Im Grundsatzprogramm der CDU ist ein Verbot der umstrittenen Diagnostik vorgesehen.