Bundesparteitag der CDU für PID-Verbot

2010-11-15_CDU_BPT2Neben den Neuwahlen zum Parteivorstand,  der Debatte um die Wehrpflicht und dem Leitantrag "Faire Chancen für jedes Kind"  stand vor allem die Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik (PID) im Mittelpunkt des CDU Bundesparteitags in Karlsruhe. Fast vier Stunden debattierten die Delegierten über das Thema, um sich am Ende knapp mit 408 : 391 Stimmen für ein Verbot der PID auszusprechen.

Dieses Ergebnis nimmt der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider nun mit in den Bundestag, der über ein Verbot zu entscheiden hat. "Die intensive und ernsthafte Debatte in Karlsruhe zeigt das hohe Verantwortungsbewusstsein der Delegierten und ich erwarte auch für die Aussprache im Bundestag eine inhaltlich bestimmte Diskussion", so der Abgeordnete.

Bei der PID besteht die Möglichkeit, nach einer künstlichen Befruchtung der Eizelle außerhalb des Mutterleibs, genetische Dispositionen festzustellen und zu entscheiden, welche der Eizellen in der Schwangerschaft ausgetragen wird. Für die CDU gilt aber auch: Jeder Mensch ist gleich wertvoll. Die unantastbare Würde des Menschen als Geschöpf Gottes ist menschlicher Verfügung nicht zugänglich. Für uns gibt es keine Unterscheidung zwischen lebenswertem und nicht lebenswertem Leben. Dazu gehört das Miteinander von Menschen mit Behinderung und Nichtbehinderten.

Weiter haben die fünf Delegierten aus dem Märkischen Kreis, neben dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider waren Bernadette Böger und Bürgermeister Michael Esken aus Hemer, der Mendener Landtagsabgeordnete Wolfgang Exler und Sigrid Schröder aus Herscheid nach Karlsruhe gereist, sich mit der Aussetzung des Wehrpflicht beschäftigt.