Besuch des Johannes-Busch-Haus von der Frauen-Union

Anfang Juni besuchte die Frauen-Union des Kreisverbandes Mark das Johannes-Busch-Haus in Lüdenscheid. Der Leiter, Herr Frank Scheibe, informierte die Gäste über die Geschichte, die Konzeption und die neuesten Entwicklungen im Hause. Es gehört zu einer Reihe von Wohneinrichtungen und ambulanten Diensten im Evangelischen Johanneswerk e.V., für Menschen mit Behinderungen.


Im Fall des Johannes-Busch-Hauses erhalten über 200 Menschen mit einer überwiegend geistigen Behinderung eine sozial- und heilpädagogische Lebensbegleitung. "Wir geben unseren Bewohnern die Möglichkeit, am Leben in Gemeinschaft teilzuhaben.", so Scheibe. Dazu zähle auch die Möglichkeit, allein in die Lüdenscheider Innenstadt gehen zu können. Durch Integration und Gleichberechtigung solle eine größtmögliche Form der Selbständigkeit erreicht werden. Dabei würden für die 160 Mitarbeiter (Voll- und Teilzeit) vor allem die Prämissen gelten, Selbsthilfepotentiale auszuschöpfen und individuell den Bedarf an Hilfe zu ermitteln. So könnten sich die Bewohner zum Beispiel entscheiden, ob sie in einem Einzelzimmer oder in deiner Wohngemeinschaft leben wollen.

Zum praktizierten skandinavischen Konzept der Normalisierung zählen darüber hinaus ein Schulbesuch in der Schule zur Höhe oder ein Arbeitsplatz in den Märkischen Werkstätten. Diese Sicherstellung einer Tagesstruktur sei vor allem für die älteren Bewohner äußerst wichtig. Herr Scheibe machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass der Aspekt des Älterwerdens besonders für Einrichtungen wie das Johannes-Busch-Haus eine fortwährende Nachqualifizierung der Bezugsmitarbeiter erfordere.

Gudrun Hein, die Vorsitzende der Frauen-Union Mark, war erfreut zu hören, dass ein so genannter "Verein der Freunde" die Arbeit und das Konzept der Mitarbeiter des Johannes-Busch-Hauses unterstützt und dass die Nachbarschaft die Bewohner integriert: "Nur eine solidarische Gesellschaft kann die Herausforderungen des Zusammenlebens meistern!"

Im Anschluss an den Besuch im Johannes-Busch-Haus fand die Vorstandssitzung der Frauen-Union Mark im Café "Kleiner Prinz" in der Lüdenscheider Altstadt statt. Der pädagogische Mitarbeiter, Herr Arens, nahm sich etwas Zeit, um der Frauen-Union einen kleinen Überblick über die Entstehungsgeschichte zu geben. "Hier werden 6-7 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung angeboten. Durch seinen überregionalen Bekanntheitsgrad kann man hier Gäste aus dem gesamten südwestfälischen Raum begrüßen." Der Mittagstisch werde von den Lüdenscheidern sehr gut angenommen und auch Vereine und Vorstände tagten hier regelmäßig. Gudrun Hein schloss die Sitzung mit dem Fazit: "Einen Besuch im Kleinen Prinzen kann man nur weiterempfehlen!"

Joh-Busch-Haus