Peter Liese hat Verständnis für Demonstrationen gegen Finanzmärkte

"Es kann nicht sein, dass jeder kleine Handwerker kontrolliert wird aber diejenigen, die Milliarden um den Globus verschieben und dabei große Risiken eingehen, machen können was sie wollen"
Der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese hat Verständnis für die Hunderttausenden Menschen, die in Deutschland, Europa und den
USA für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte auf die Straße gegangen sind. "Zwar gehen manche Forderung zu weit und natürlich ist Gewalt auch bei diesem Thema abzulehnen aber die friedlichen Demonstranten haben im Wesentlich Recht. Wir brauchen mehr Regeln für die internationalen Kapitalmärkte. Es kann nicht sein, dass jedem kleinen Handwerker zahlreiche Regeln auferlegt und diese auch kontrolliert werden, während Menschen, die Milliardensummen um den Globus verschieben und dabei erhebliche Risiken eingehen, praktisch ohne Kontrolle sind", so Liese.
Der südwestfälische Europaabgeordnete betonte, dass das Europäische Parlament schon Jahre vor Auftreten der ersten Finanzmarktkrise in 2008, entsprechende Forderungen erhoben hat. "Leider haben sich die Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission lange dagegen gewehrt. Mittlerweile ist es gelungen, einige Fortschritte zu erzielen. So haben wir etwa die Bonuszahlungen von Managern einer Regelung unterzogen. Ein Teil der Boni dürfen nicht sofort ausgezahlt werden, sondern erst dann, wenn das Unternehmen auch langfristig Erfolg hat. Andere Regelungen stehen noch aus. Einige Mitgliedstaaten, vor allem Großbritannien, wehren sich immer noch dagegen. Ein wichtiges Kernstück ist die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Damit sollen die Banken an den Kosten der Krise beteiligt und die Spekulation gedämpft werden", so Liese abschließend.




