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MIT lud zur Wirtschaftskonferenz Russland

2011-09-15_Heider_Botschafter_ERCO450

Über 100 Teilnehmer aus ganz Südwestfalen nutzten die Gelegenheit, um sich über den aktuellen Stand der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen zu informieren. Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Matthias Heider kam der russische Botschafter

nach Lüdenscheid, um auf der von SIHK und MIT Südwestfalen organisierten Wirtschaftskonferenz Russland zu sprechen.

Matthias Heider wies in seinem Grußwort auf die lange Historie wirtschaftlicher Kontakte zwischen Südwestfalen und Russland hin: "Unsere Mittelständler in Südwestfalen haben hohe Erwartungen an die Geschäftsentwicklung im russischen Markt. Die SIHK, die MIT und ich wollen dazu mit Kontakten und Informationen beitragen."

Heider hob auch die Rolle Russlands bei der Herstellung der Deutschen Einheit hervor: "Es war nicht nur ein Glücksfall der Geschichte, wie vielfach herausgestellt wird, sondern das Vertrauen des damaligen russischen Präsidenten Gorbatschow und seiner Regierung. Es war ein mutiger Schritt, der die Grenzen zwischen den Blöcken aufgebrochen hat und uns Deutschen ein geeintes Vaterland ermöglichte. Auch hier bei uns in Südwestfalen ist das als ein Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Russland und Deutschland erkannt worden. Wir tun gut daran, die Zukunft gemeinsam zu gestalten und mit der Russischen Föderation neue Kapitel in den Beziehungen zwischen unseren Staaten und in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen aufzuschlagen. Die deutsch-russischen Regierungskonsultationen sind inzwischen Tradition. Gerade in diesem Sommer haben Sie auf Einladung der deutschen Regierung zum 13. Mal in Hannover stattgefunden. Nicht weniger als zehn Regierungsabkommen zur Rechts-, Finanz-, Verkehrs-, Umwelt- und Forschungspolitik sind dabei geschlossen worden. 2012/2013 findet ein Deutschlandjahr in Russland und umgekehrt ein Russlandjahr in Deutschland statt. Und natürlich werden wir Abgeordneten nicht müde, uns für eine Vereinfachung der Visa und Zollbestimmungen einzusetzen. Wir sind auch der Überzeugung, dass ein WTO-Beitritt Russlands neue Impulse für die deutsch-russischen Beziehungen bringen würde."

Botschafter Wladimir M. Grinin zeigte sich nach den Firmenbesuchen bei Kirchhoff in Attendorn und ERCO in Lüdenscheid beeindruckt von der Innovationskraft und vom Know-how der südwestfälischen Industrie. Lüdenscheid bezeichnete Grinin als "Hauptstadt des Mittelstands". In der anschließenden Diskussion nutzten zahlreiche Unternehmer und MIT-Mitglieder die Möglichkeit, sich vom Botschafter und seinen Mitarbeitern praktische Fragen der Handels- und Visapolitik erläutern zu lassen.


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