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CDA beschäftigt sich mit Inklusion

2011-05-17_CDA-Inklusion550Inklusion - was ist das eigentlich? Im März 2009 trat die UN - Behindertenrechtskonvention für die Rechte mit Behinderung in Deutschland in

Kraft, deren Leitbild eine "inklusive Gesellschaft" ist, in der alle Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen selbstbestimmt leben können.

Einen wichtigen Aspekt stellt die inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem oder erhöhtem Förderbedarf dar.  Dazu hatte der CDA-Kreisverband Mark sachkundige Referenten eingeladen: Bernhard Tenhumberg MdL, Sprecher die CDU-Landtagsfraktion für Kinder, Jugend und Familie sowie Dr. Wolfgang Schröder, Sozialdezernent der Stadt Lüdenscheid und den Fachbereichsleiter beim Märkischen Kreis für Jugend und Bildung, Eckehard Beck. Die Begrüßung der Teilnehmer übernahm die Kreisvorsitzende der CDA, Margarete Rehm (Lüdenscheid); die Diskussionsleitung lag in den Händen der CDU-Ratsfrau Ursula Meyer.

Bernhard Tenhumberg wies in seinem Statement darauf hin, dass die UN-Charta keinen Unterschied zwischen Behinderten und Nichtbehinderten kenne. Eigenständiges Leben sollte jedoch möglich sein. Ob dies ohne Förderschule - wie teilweise gefordert -, die ja am Anfang der schulischen Ausbildung stehe, versah der Referent mit einem dicken Fragezeichen. Nach seiner Einschätzung könne auf Förderschulen auch in der Zukunft nicht verzichtet werden.

Dr. Wolfgang Schröder beleuchtete die Situation in Lüdenscheid. Hiernach besuchen 97 gehandicapte Kinder zurzeit integrative Einrichtungen, 70 behinderte Kinder werden in Regelgrundschulen unterrichtet. "Inklusion ist weit mehr als soziale Integration. Solange Inklusion noch nicht geschaffen ist, können wir auf die soziale Integration von behinderten Menschen nicht verzichten", so lautete das Resümee des Sozialdezernenten der Stadt Lü-denscheid.

Der Märkische Kreis war durch Eckehard Beck vertreten. Beck wies auf das weite Spektrum der Behinderungen hin. In den Förderschulen des Märkischen Kreises würden 854 Schüler beschult, davon sei ca. die Hälfte geistig behindert und je ein Viertel hätten sprachliche oder soziale Behinderungen. Nach Auffassung von Eckehard Beck kann auf die speziellen Förderschulen auch in Zukunft nicht verzichtet werden. "Was ist für das Kind am besten", diese Frage muss nach Auffassung von Beck im Mittelpunkt der Überlegungen aller Beteiligten stehen.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich den Beiträgen der Fachleute an. Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass die optimale Förderung der Kinder oberstes Ziel sein muss. "Die Kostenfrage", so ein Teilnehmer, "darf dabei nicht im Vordergrund stehen: es geht um das Kindeswohl. Hierzu ist eine ausführliche Beratung der Eltern notwendig". Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Umsetzung von Inklusion noch Jahre dauern und noch viele Schritte notwendig sein werden, damit Behinderte selbstbestimmt leben können. Ursula Meyer fasste es am Schluss des interessanten Abends so zusammen: "Inklusion wird unsere Gesellschaft wertvoller machen!"


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