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CDU Menden informiert sich über das Krankenhaus

2011-05-23_CDU_KrkH_Menden550Über die Grundlagen der Gesundheitsreform 2011 informierte sich jetzt die CDU Menden. In der Cafeteria des St.Vincenz -Krankenhauses referierte Thomas

Wülle, Geschäftsführer der katholischen Hospitalvereinigung im Märkischen Kreis, über die Auswirkungen für das heimische Krankenhaus, die durch eine erneute Reformierung des Gesundheitswesens abzusehen sind.  

Nach Meinung von Wülle, der seit 2001 als Geschäftsführer für die Wirtschaftlichkeit des Hospitals verantwortlich zeichnet, profitieren nach jetzigem Stand eher nur die gesetzlichen Krankenkassen von der aktuellen Reform, leider zum Nachteil der Krankenhäuser. Die Reform ist zwar unter anderem auf Grund der finanziell schwierigen Lage der gesetzlichen Krankenkassen angestoßen worden, die Entlastung der Kassen wird jedoch nicht komplett aus Steuereinnahmen des Bundes gegenfinanziert, sondern indirekt von den Krankenhäusern getragen. Ein Zustand, der auch dem heimischen Krankenhaus Probleme bereitet. "Das Gesetz stabilisiert die Kassenfinanzen und schwächt das stationäre Gesundheitswesen", findet Wülle. Schon jetzt hat das Mendener Hospital damit zu kämpfen, dass die Einnahmen die steigenden Kosten nicht mehr decken. "Allein die Personalkosten wachsen durch tarifliche Vereinbarungen jedes Jahr um 3 - 4 Prozent", so Geschäftsführer Wülle. Hinzu kommen die auf Grund der Wehrpflicht-Aussetzung abgeschafften Zivildienststellen, die nun mit kostenintensiveren Mitarbeitern besetzt werden müssen.

Für kleinere und mittlere Krankenhäuser wird es spürbar schwieriger, auch weiterhin bestehen zu können. Jedoch sieht Wülle das Mendener Hospital trotz aller Schwierigkeiten gut aufgestellt. Das St. Vincenz-Krankenhaus gehört zu den mittelgroßen Gesundheits-Einrichtungen. Laut einer aktuellen Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, sind bis zu 200 der rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland in ihrer Existenz gefährdet. Es handelt sich hierbei jedoch um kleinere Kliniken in deutlich schwächer besiedelten Landstrichen.

Thomas Wülle erhofft sich, durch intensivere Kooperationen mit anderen Hospitälern auch weiterhin durch Synergieeffekte sparen zu können und somit die Gesundheitsversorgung in Menden und den anderen Städten, in denen Krankenhäuser der Hospitalvereinigung betrieben werden, sichern zu können. Dies geschieht auch dadurch, dass nicht mehr in jedem Krankenhaus alle Behandlungen angeboten werden, sondern Schwerpunkte gebildet werden. "Die singuläre Vorhaltung aller Bereich ist nicht mehr refinanzierbar", bekräftigt Wülle den Kooperationskurs der Hospital-Vereinigung. CDU-Ratsherr und Mitglied im Kirchenvorstand St. Vincenz, Heinz-Josef Karhoff, begrüßt als Vertreter des Trägers die kontinuierlichen Kooperationsbemühungen, die darauf abzielen, die Gesundheitsversorgung in Menden sicher zu stellen.


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