Dr. Peter Liese (MdEP) und Dr. Matthias Heider (MdB) besuchten katholische Familieneinrichtung
Jörg Fengels, Geschäftsführer und Leiter der Einrichtung Hauses St. Josef an der Gartenstraße in Lüdenscheid,
zeigte sich erfreut über einen Besuch in seiner Einrichtung außerhalb der sonst üblichen Wahlkampfbesuche anderer Politiker. Er lobte das Interesse der beiden Christdemokraten an der Kinder- und Jugendpflege der kirchlichen Einrichtung. Matthias Heider unterstrich die Wichtigkeit einer zeitgemäßen Arbeit im Kinder- und Jugendschutz.
Bei einem Rundgang durch die Einrichtung wurde den Besuchern viel Einblick in die tägliche Arbeit der Einrichtung gewährt. Wichtiger Bestandteil der Arbeit vor Ort ist die ambulante Hilfe für Kinder und Familien, um stationäre Aufenthalte möglichst zu vermeiden. Wenn stationäre Aufenthalte nötig werden, gibt es verschiedenste Unterbringungsmöglichkeiten in Wohngruppen bzw. Mutter-Kind-Einheiten. Das "klassische" Kinderheim bzw. Waisenhaus, wie es den meisten noch vor Augen ist, gehört glücklicherweise der Vergangenheit und damit der 111-jährigen Geschichte des Hauses an.
Dr. Heider informierte den Einrichtungsleiter über das Modellprojekt "Jugend stärken", an dem sich auch die Stadt Lüdenscheid beteiligt. Dieses Projekt wendet sich an Jugendliche mit sozialen Benachteiligungen und gerade Schulverweigerer rücken hier in den Fokus der Mitwirkenden. Gefördert wird die Maßnahme vom Bund aber auch von der EU, womit Dr. Peter Liese ins Spiel kommt, der zudem auf das beschlossene Kinderschutzgesetz hinwies, mit dem höhere Standards für den Schutz von Kindern in der Kinder- und Jugendhilfe geschaffen werden sollen.
Jörg Fengels sieht das Gesetz richtig angesetzt: "Prävention ist eine der wichtigsten Grundlagen in der Kinder und Jugendarbeit. Auch über Grenzverletzungen darf und muss man im Umgang mit Kindern und Jugendlichen reden. Die gibt es leider immer wieder. Der Schutz der Kinder aber auch der Mitarbeiter ist ein wichtiges Thema." Um das Gesetz dauerhaft mit Leben zu füllen, arbeitet das Haus St. Josef bereits seit Jahren mit der fachkundigen Beratung des Kinderschutzzentrums eng zusammen. Ebenso sieht Fengels die Reduzierung von Vormundschaften von 200 auf 50 pro Vormund als eine wichtige Weichenstellung des Bundeskinderschutzgesetzes.
Abschließend waren sich alle Beteiligten über die positive Auswirkung dieses Besuches einig. Es gab eine Fülle an Informationen für die beiden Politiker aber auch wichtige Hinweise zu Fördermitteln für die Einrichtung, die bisher finanziell völlig auf eigenen Beinen steht.
Weitere Informationen zur Einrichtung "Haus St. Josef"
Das Haus St. Josef bietet differenzierte Hilfen für Kinder, Jugendliche und deren Eltern an. Ein Teil der Hilfeangebote besteht aus den stationären Hilfen, - insgesamt sechs Wohn- und Lebensbereiche. Ein anderer Teil besteht aus den ambulanten Hilfen. http://www.haus-sankt-josef.de/wb/index.php




