CDU Lüdenscheid diskutiert über Bundeswehrreform mit Jürgen Hardt MdB
Durch die Aussetzung der Wehrpflicht im Rahmen der Bundeswehrreform werde die Bundeswehr effizienter und attraktiver, erklärte
Jürgen Hardt. Jürgen Hardt, Mitglied des Verteidigungsausschusses, erläuterte auf Einladung der Lüdenscheider CDU, die Bundeswehrreform und die Auswirkungen der Aussetzung der Wehrpflicht. Bereits in den letzten Jahren leisteten nur noch 15% eines Jahrganges ihre Wehrpflicht. Hardt erklärte, die Aussetzung der Wehrpflicht sei darin begründet, dass sie keinen unverzichtbaren Beitrag zur Landessicherung leiste. Unter diesen Umständen sei eine allgemeine Wehrpflicht nicht mehr konform mit dem Grundgesetz.
Nach einer kurzen Erläuterung über die derzeitige Lage der Bundeswehr machte Hardt deutlich, dass die Reformen die Bundeswehr attraktiver und effizienter machen. Denn in der aktuellen Lage, werde die Bundeswehr ihren Zielen kaum gerecht. Denn obwohl die Bundeswehr derzeit über etwa 228.000 aktive Soldaten verfügt, seien nur 7.000 dauerhaft und direkt einsatzbereit. Ziel nach der Reform sei es die Zahl der direkt und dauerhaft einsatzbereiten Soldaten auf 10.000 zu erhöhen.
Statt der großen Masse Soldaten sollen weniger aber wesentlich besser ausgebildete Soldaten zur Verfügung stehen. Vor allem durch die Ausbildung der wehrpflichtigen Soldaten seien viele Zeit- und Berufssoldaten für den direkten Einsatz verhindert. Nach der Reform soll die Anzahl der Soldaten und Soldatinnen nur noch bei etwa 160. bis 190.000 liegen. Durch die Kürzung können zudem in der Bundeswehrverwaltung bis zu 32.000 Stellen eingespart werden.
Insgesamt wären durch die Reform somit Einsparungen in Höhe von 8,84 Mrd. € im Bundeshaushalt möglich. Neben der Reform erläuterte Hardt jedoch auch die derzeitigen Probleme der Bundeswehr. So sei die Bundeswehr zwar technisch bestens ausgerüstet, allerdings sei die Technik nicht an die jeweiligen Einsätze angepasst. "In Afghanistan kämpfen wir mit Panzerhaubitzen gegen Lehmhütten", so Hardt. Um die Effizienz zu steigern müssten die technischen Mittel künftig, besser an
die jeweiligen Einsätze angepasst werden.
Im Anschluss an den Vortrag wurden dann im Rahmen einer Diskussion die Fragen der Zuhörer geklärt. Dabei machten Angehörige der Bundeswehr unter anderem darauf aufmerksam, künftig durch finanzielle Anreize sowie einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Attraktivität der Bundeswehr zu erhöhen. Auch die Eingliederung in den Arbeitsmarkt nach der Dienstzeit müsse künftig verbessert werden.




