Peter Liese erhält internationalen Energieeffizienz-Preis in Brüssel
"Die Energieeinsparmöglichkeiten durch Energieeffizienz in Deutschland und Europa bis
2020 übertreffen die Leistung aller Kernkraftwerke in der EU." Das verdeutlichte der südwestfälische Europaabgeordnete Dr. Peter Liese (CDU), diesjähriger Preisträger des "Energy Efficiency Visionary Award", bei der Auszeichnung des Preises im Rahmen des globalen Energieeffizienzforums. Der Preis wird an Personen verliehen, die sich für die Förderung der Energieeffizienztechnologie eingesetzt haben. Gemeinsam mit Liese empfingen Christina Figueres, die Exekutivsekretärin des Klimaprogramms der Vereinten Nationen, und der ehemalige Gouverneur von Colorado (USA), Bill Ritter, den internationalen Preis heute in Brüssel.
Bei seiner Rede während der Preisverleihung dankte Liese besonders den Menschen in Südwestfalen, die mit guten Ideen über die letzten Jahre zur Verbesserung der Energieeffizienz in Europa beigetragen haben, insbesondere die Automobilzulieferindustrie, die Heizungs- und die Leuchtenindustrie. Explizit dankte Liese dem Unternehmer und Ingenieur Franz-Josef Schulte, der gemeinsam mit Liese die Reduzierung der Stand-by-Verluste in Europa durchsetzte.
"Allein durch die Reduzierung der Stand-by-Verluste, die maßgeblich von Ideen aus der Region Südwestfalen angeregt wurde, kann die Leistung von vier Atomkraftwerken in Europa ersetzt werden. Die Einsparungen belaufen sich auf 35 TWh, was dem jährlichen Stromverbrauch Dänemarks entspricht", erklärte Liese.
Weitere Maßnahmen im Rahmen der sogenannten Öko-Design Richtlinie folgen, etwa die effizientere Regulierung von Elektromotoren. "Durch die bisher beschlossenen Maßnahmen im Bereich der Ökodesignrichtlinie allein kann 2,6-mal so viel Energie eingespart werden, wie in allen deutschen Kernkraftwerken produziert wird, inklusive der bereits abgeschalteten 7 Kraftwerke. Die eingesparte Menge entspricht 40 Prozent des in Europa produzierten Kernkraftstroms. Wenn alle von der Europäischen Kommission geplanten Maßnahmen in den nächsten Jahren umgesetzt werden, so wird sich die Einsparmenge auf 1065 Terawatt erhöhen. Das entspricht 1,18-mal so viel wie die Produktion der Kernkraftwerke in der EU.", erklärte Liese.
"Nach der Katastrophe von Fukushima, die seit Montag auch nach Einschätzung der japanischen Regierung auf die höchstmögliche Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala gehört, redet alle Welt zurecht über einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien. Kurz und mittelfristig, das heißt bis 2020, ist die Steigerung der Energieeffizienz aber noch wichtiger", so Liese abschließend.




