Neue Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan treten in Kraft
"Ab sofort gelten neue europäische Strahlengrenzwerte für Lebensmittel aus Japan. Die Anpassung der
Strahlengrenzwerte war dringend notwendig, da in Europa bislang höhere Grenzwerte galten als in Japan selbst. Das hat zu großen Verunsicherungen bei den Verbrauchern geführt." Darauf machte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese, der auch Sprecher seiner Fraktion (EVP/Christdemokraten) für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist, aufmerksam.
Nach massiven Protesten aus den Reihen des Europaparlaments und aus der Öffentlichkeit hatte Kommissionspräsident Barroso in der vergangenen Woche vor dem Plenum des Europäischen Parlaments angekündigt, die Grenzwerte nach unten zu korrigieren. Bislang galt beispielsweise für Caesium ein Grenzwert von 1250 Becquerel pro Kilogramm, in Japan waren jedoch nur 500 Becquerel pro Kilo zugelassen.
"Die neuen Grenzwerte sind in einem Eilverfahren angenommen worden und mit den strengeren, japanischen Werten in Einklang gebracht worden. Zwar sind die vorigen EU-Werte so gering gewesen, dass keine Gesundheitsgefahr zu erwarten war. Und dennoch: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das Vorsorgeprinzip muss gelten", so der Mediziner Liese.
Schon im Vorfeld hatte Liese die Vorgehensweise der Europäischen Kommission kritisiert: "Die Beamten, die die ursprüngliche Verordnung mit den höheren Werten vorbereitet haben, hätten die Situation in Japan kennen müssen. Es ist gut, dass jetzt schnell nachgebessert worden ist."




