Gegen Klonfleisch und für Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten
Produkte von geklonten Tieren oder deren Nachkommen will nicht nur die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung nicht. Auch der
BDM lehnt das Klonen entschieden ab, denn die Landwirte in Deutschland und der Europäischen Union erzeugen hervorragende Lebensmittel und benötigten die Klontechnik dafür nicht. Das Europäische Parlament stemmt sich gegen die Forderung von Ministerrat und Europäischer Kommission, die Nachkommen geklonter Tiere und deren Produkte in der Europäischen Union zuzulassen. Der südwestfälischen CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese führt vor allem Tierschutz- und ethische Argumente an. Geklonte Tiere leiden extrem, und das Klonen von Tieren kann als Vorstufe zum Klonen von Menschen betrachtet werden.
Bei einem Gespräch zwischen Vertretern des BDM und Peter Liese, an dem neben den Milchbauern Michale Erves, Hubertus Mathweis und Markus Nölke auch der DBM-Teamleiter Oberberg-Süd, Michael Braun, teilnahm, war auch die Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten ein Thema. Imitate sollen in Zukunft eindeutig als Imitate gekennzeichnet werden. "Der Einsatz von Milch durch z.B. pflanzliche Fette ohne Kennzeichnung ist eine Verbrauchertäuschung und schadet den Milchbauern", betonte Liese.
Die BDM-Vertreter sprachen sich überdies für eine Herkunftskennzeichung der Milch aus, wie sie von der Kommission vorgeschlagen wird und forderten eine von den Landwirten organisierte Monitoring-Stelle um den Milchpreis zu beobachten um auf steigende oder fallende Preise umgehend reagieren zu können.
Der BDM ist ein Zusammenschluss von rund einem Drittel (ca. 30.000) der deutschen Milcherzeuger. Seine Mitglieder liefern etwa 45 Prozent der in Deutschland erzeugten Milch. Sie setzen sich für faire Erzeugerpreise, insbesondere für Milch ein. Bei dem Gespräch in Meschede ging auch um faire Preise für die Milch, insbesondere angesichts der ständig steigenden Futtermittel- und Energiepreise.




