Wichtiger Schritt zum Schutz von Kindern
Babyfläschchen dürfen in der Europäischen Union ab kommendem Jahr nicht mehr die umstrittene Chemikalie Bisphenol A enthalten. Gesundheitsexperten der
EU-Mitgliedsstaaten einigten sich bei einem Treffen in Brüssel darauf, die Herstellung solcher Fläschchen ab dem 1. März 2011 zu verbieten. Darauf machte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese aufmerksam. Verkauf und Import entsprechender Produkte sollen ab dem 1. Juni 2011 verboten sein. Das hormonell wirkende Bisphenol A wird unter anderem für Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Sexualentwicklung sowie Prostata- und Brustkrebs verantwortlich gemacht. Das Europaparlament hatte sich bereits im Juni für ein Verbot von Bisphenol A in Babyfläschchen stark gemacht.
„Dies ist ein wichtiger Schritt zum Schutz von Kindern“, zeigte sich Liese erfreut, der als Arzte in einer Kinderklinik gearbeitet hat. In Frankreich und Dänemark gilt bereits ein Verbot, ebenso in Kanada, Australien und in mehreren US-Bundesstaaten. In Deutschland hatten im vergangenen Jahr mehrere Hersteller Schnuller aus dem Verkehr gezogen, nachdem darin die Chemikalie nachgewiesen wurde. Daneben findet sich Bisphenol A unter anderem auch in Getränkedosen. Der EU-Verbraucherkommissar Dalli setzte sich beim Treffen der EU-Gesundheitsexperten für ein zügiges Verbot ein, nachdem neue Studien Hinweise ergaben, dass Bisphenol A eine Auswirkung auf das Wachstum und die Immunabwehr habe und Tumore fördern könnte.
„Gerade beim Schutz von Kindern dürfen wir kein Risiko eingehen. Bei Bisphenol A verdichten sich die Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung und daher ist es richtig, diese Chemikalie aus dem Verkehr zu ziehen, insbesondere wenn Kinder mit ihr in Berührung kommen“, so Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion (Christdemokraten) im Europäischen Parlament.




