Unabhängige Patientenberatung kommt
Ende 2010 lief die insgesamt zehnjährige Modellphase für eine unabhängige Patientenberatung aus. Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die Bietergemeinschaft aus Sozialverband VdK Deutschland e. V.,
Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. und dem Verbund unabhängige Patientenberatung e. V. den Zuschlag erhalten. Unter der Trägerschaft dieser drei Institutionen, finanziert von der gesetzlichen Krankenversicherung - nach SGB V - und unter dem Namen Unabhängige Patientenberatung Deutschland wird die unabhängige Beratungstätigkeit von der bisherigen Erprobung zur dauerhaften Regelversorgung ausgebaut.
Mit mehr Transparenz und mehr Information der Bürger unterstützt die unabhängige Beratung nachhaltig die Patientinnen und Patienten bei der Wahrnehmung ihrer Interessen gegenüber Leistungsträgern und bei medizinischen Entscheidungen. Zukünftig wird es 21 regionale Beratungsstellen geben, die eine unabhängige Patientenberatung durchführen werden.
Der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (CDU) zeigte sich sehr erfreut darüber, dass für den Bereich Südwestfalen eine Beratungsstelle in Dortmund eingerichtet wird. Heider: "Die unabhängige Patientenberatung kommt, dies ist eine gute Nachricht für alle Patienten". "Häufig kennen Patienten ihre Rechte nicht und noch häufiger können sie sie nicht durchsetzen oder müssen als Bittsteller zustehende Leistungen einfordern. Mit der unabhängigen Verbraucher- und Patientenberatung wird den Versicherten ein geeignetes Instrument an die Seite gegeben."
Bereits ab dem 15. Februar 2011 finden Interessierte auf kurzem Weg unter der Internetadresse www.upd-online.de und der kostenlosen bundesweiten Berater-Hotline 0800 0117722 Rat. Die unabhängigen Berater helfen den Ratsuchenden dabei, möglichst selbstständig ihre Rechte gegenüber den Krankenkassen und Leistungserbringern ausüben zu können. Bei der nun vorliegenden Regelung wurde auf die erforderliche Unabhängigkeit, Neutralität, Kompetenz und Effizienz der Beratung geachtet. Jede regionale Beratungsstelle wird mit Mitarbeitern besetzt sein, die bei medizinischen, juristischen und sozialen Fragen helfen.




