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Ambitionierte Energieeffizienzstrategie in Deutschland und Europa gut für Verbraucher und Mittelstand

2011-01-18_Peter_Liese_Hering-Happel-Liese-Tillner550"Global denken, lokal handeln", unter diesem Motto könnte man das Ergebnis eines

Gespräches des südwestfälischen CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese mit Vertretern des Handwerks und der Industrie aus Südwestfalen zum Thema Energieeffizienz zusammenfassen.

Um einen generellen Einblick über die Bedeutung der Themen Umweltschutz und Energieeffizienz zu geben, nannte Peter Liese zu Beginn des Gesprächs den Klimagipfel in Cancún, der Ende des vergangenen Jahres erfreuliche Ergebnisse mit sich gebracht habe. Zudem werde sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene intensiv  über die zukünftige der Energiepolitik diskutiert. Peter Liese erwähnte in diesem Zusammenhang das Energiekonzept der Bundesregierung und die Pläne der Europäischen Kommission, einen neuen Aktionsplan zum Thema Energieeffizienz im Frühjahr 2011 vorzustellen.  Was dies konkret für Südwestfalen, die Verbraucher und die Arbeitsplätze hier vor Ort bedeutet, war Thema eines Gesprächs an dem Franz-Josef Happel, Obermeister der Innung Brilon/Meschede, Dipl.-Ing. Hans-Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW, Dipl. Ing. Hans-Joachim Hering, stellvertretender Landesinnungsmeister des Fachverbandes SHK NRW, Walther Tillner, Firma Oventrop in Olsberg und Franz-Josef Schulte, Firma OTAG in Olsberg, teilnahmen.

Im Energiekonzept der Bundesregierung ist festgeschrieben, dass bis 2020 der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden soll. Alle Teilnehmer begrüßten dieses Ziel und forderten die Bundesregierung auf, massiv an der Umsetzung dieses Ziels zu arbeiten. In der Europäischen Union gibt es schon seit 2007 ein Energieeffizienzziel von 20 Prozent bis 2020. Nach Auskunft von Kommissar Oettinger ist jedoch bisher zu wenig geschehen, um dieses Ziel zu erreichen. Durch die bisher beschlossenen Maßnahmen wird bis 2020 nur rund 9 Prozent erreicht. "Energieeffizienz ist die kostengünstigste Maßnahme, um Schadstoffe zu reduzieren und von Energieimporten unabhängig zu werden. Nach Berechnungen der Europäischen Kommission kann ein durchschnittlicher Haushalt durch Energieeffizienz jährlich rund 1000,- Euro einsparen und es können eine Million neue Jobs, insbesondere bei mittelständischen Unternehmen, geschaffen werden. Unsere heimischen Unternehmen, die zum Teil Weltmarktführer im Bereich der Umwelttechnologien sind, profitieren also direkt von diesen Maßnahmen, ebenso wie die Verbraucherinnen und Verbraucher in Südwestfalen", erläuterte Peter Liese.

"Durch die hohen Öl- und Gasrechnungen schicken wir viel zu viel Geld nach Russland und zu den Ölscheichs. Dieses Geld muss in Energieeffizienz investiert werden, dann kommt es dem heimischen Handwerk und unsere mittelständischen Industrie zugute. Südwestfalen ist im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien besonders gut aufgestellt. Ich nenne neben den an dem Gespräch teilnehmenden Unternehmen exemplarisch die Firma Capito in Neunkirchen, die für einen innovativen Pumpspeicher ein europäisches Patent erhalten hat, Haus Düsse als Zentrum für nachwachsende Rohstoffe in Bad Sassendorf, die Automobilzulieferindustrie wie die Firma Kirchhoff in Attendorn und Iserlohn. Bei der Umsetzung der Strategie müssen wir jedoch darauf achten, dass die Interessen des Mittelstandes gegenüber der Großindustrie nicht unter die Räder kommen", so Peter Liese, der umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Europäischen Parlament ist.

Energieeffizienz ist für das SHK-Handwerk ebenfalls ein wichtiger Faktor, wie Hans-Peter Sproten erläuterte. Jede Wohnung habe andere Anforderungen und hier könne das SHK-Handwerk in Abstimmung mit dem Kunden individuell angepasste Systeme anbieten. "Besondere Bedeutung haben auch kleinere energetische Einsparmaßnahmen, gerade diese können vom SHK-Handwerk besonders gut umgesetzt werden", so Sproten.

Auf die Bedeutung eines Umdenkens bei jedem Einzelnen wies Hans-Joachim Hering hin. Energieeinsparung und Energieeffizienz werden durch moderne Systeme erreicht, aber man müsse den Menschen auch deren Umgang und die geänderten Bedingungen verständlich vermitteln. Alte Gewohnheiten, wie zum Beispiel falsches Lüften oder dass bei modernen Heizsystemen der Heizkörper durchaus mal kühler ist, als man erwartet und man daher lieber die gesamte Heizung höher regelt, führten zu unnötigen Energieverlusten. "Unsere Betriebe Heizung, Sanitär, Klima liefern und installieren natürlich die passenden Systeme, aber es ist ebenso erforderlich, das ein gewisses Umdenken in der Bevölkerung Platz greift und da wollen wir auch gerne helfen, dies in den Köpfen der Menschen deutlich zu machen", bekräftigte Hering.

Für die Vertreter des Handwerks war es abschließend wichtig, ganz bestimmte Aspekte dieser Themenfelder anzusprechen und Standpunkte gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit deutlich zu machen. "Ich kann nur für meine Handwerkskollegen sagen, dass wir der Schnittpunkt zwischen der Industrie und dem Kunden sein müssen und die Kompetenz und das Wissen haben, um den Kunden optimal zu beraten und ihm die verschiedenen Komponenten der Industrie zu einer wirklich effizienten Anlage einzubauen", betonte Habbel abschließend.


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