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Verbraucher und Landwirte europaweit vor Futterfettpanschern schützen

 

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat heute in Berlin ihren Aktionsplan "Verbraucherschutz in der Futtermittelkette vorgestellt". Peter Liese, heimischer CDU-Europaabgeordneter und Sprecher für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der größten Fraktion im Europäischen Parlament

(EVP-Christdemokraten), begrüßte den 10-Punkte-Plan der Ministerin im Sinne des Schutzes der Verbraucher und der Landwirte in Südwestfalen.

"Wir müssen die Verbraucher und unsere Landwirte vor verantwortungslosen Futterfettpanschern schützen. Die Maßnahmen des Aktionsplans tun dies. Allerdings müssen die Maßnahmen europaweit koordiniert und umgesetzt werden und die Punkte dürfen nicht nur auf Deutschland beschränkt bleiben." Liese wies in diesem Zusammenhang auf die hohen Im- und Exporte von Fleisch und Eiern innerhalb der Europäischen Union und aus Drittstaaten hin, die einen nationalen Alleingang ad absurdum führen würden. So kommen knapp 50 Prozent der in  Deutschland konsumierten Eier aus dem Ausland - davon ein sehr großer Teil in verarbeiteten Produkten. Einseitige Auflagen würden daher die deutsche Landwirtschaft stark belasten und gleichzeitig den Verbraucherschutz nicht wirklich voranbringen, zeigte sich der Abgeordnete überzeugt.

Eine freiwillige Selbstkontrolle der Branche lehnte der CDU-Europaabgeordnete ab, da die Branche der Futterfettmischer sehr undurchsichtig sei. Auf europäischer Ebene gebe es nicht einmal eine gemeinsame Interessenvertretung. Peter Liese warnte nach zahlreichen Gesprächen mit heimischen Landwirten im Zusammenhag mit der aktuellen Dioxin-Krise jedoch noch einmal nachdrücklich vor Panikmache. "Wir haben die Dioxinbelastung in den letzten 20 Jahren durch kluge Politik signifikant gesenkt. Betrugen die Dioxingesamtemissionen in der Luft 1990 noch 1196 g I-TEQ, konnte diese schon bis 2004 auf 94  g I-TEQ zurückgeführt werden und die heutigen Werte wären damals wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, da es weder Grenzwerte noch Kontrollen gab." Liese wies außerdem darauf hin, dass 1999 in Belgien bei einem ähnlichen Fall bis zu sechzigfach höhere Dioxin-Werte auftraten als jetzt in Deutschland. Bei einem Skandal in Irland 2009 traten fast 20 mal so hohe Konzentrationen auf und diese lagen 100 mal so hoch wie das EU-Limit. "Natürlich müssen wir die Bevölkerung vor überhöhten Dioxinwerten schützen. Dennoch gibt es keinen Grund jetzt in Panik zu verfallen. Diese Zahlen sollen nicht verharmlosen, die in Deutschland gemessenen Werte jedoch richtig einordnen helfen", so der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete abschließend.


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