Matthias Heider besucht STL
Die Anforderungen an die kommunale Abfallentsorgung standen im Mittelpunkt eines Gespräches beim STL (Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb) in Lüdenscheid. Matthias Heider informierte sich beim größten kommunalen Entsorgungsbetrieb im westlichen Sauerland.
Betriebsleiter Wolfgang Klose und Werksausschuss- Vorsitzender Bernd-Rüdiger Lührs erläuterten dem Abgeordneten Aufgaben und Struktur des Eigenbetriebes. Hintergrund des Besuches des Abgeordneten war die bevorstehende Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Deutschen Bundestag, mit der eine europäische Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt wird. Bereits im Oktober 2010 hatte sich der Werksausschuss STL mit einer Resolution an den heimischen Abgeordneten gewandt. Klose und Lührs machten deutlich, dass auf Seiten der kommunalen Entsorgungsträger eine Ausdehnung der gewerblichen Sammlungen, insbesondere beim Papier, befürchtet werde.
Wolfgang Klose: „Dem Gebühren zahlenden Bürger ist am meisten gedient, wenn möglichst viele Entsorgungsleistungen im städtischen Eigenbetrieb gebündelt bleiben. Das wirkt sich positiv auf die festzusetzenden Gebühren aus.“ Bernd-Rüdiger Lührs ergänzte aus Sicht des Werksausschusses, dass eine umweltverträgliche und sichere Abfallentsorgung das zentrale Anliegen der Kreislaufwirtschaft sein müsse.
„Wettbewerb im Bereich der Gewerbeabfälle ist in Ordnung“, so Matthias Heider, „im Bereich der haushaltnahen Abfälle wirkt sich die Rosinenpickerei, wie beim Altpapier, eher schädlich für die Daseinsvorsorge aus. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass im Interesse einer flächendeckenden und preiswerten Entsorgung öffentliche und private Leistungen besser miteinander abgestimmt werden.“
Bei einem abschließenden Rundgang über den Betriebshof des STL machte sich der Abgeordnete ein Bild über die zahlreichen Abfallarten, die von STL dort entgegengenommen werden. Heider: „Die Mitarbeiter des STL sind gut ausgebildet und verfügen über ein umfangreiches Fachwissen. Das ist im Rahmen der Abfallbeseitigung für alle Bürgerinnen und Bürger heutzutage unverzichtbar.“




