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Liese und Schick: Neue Landesregierung gefährdet Chancen für ländlichen Raum

Die Regionale 2013 erleichtert Kommunen, Firmen und Institutionen in Südwestfalen den Zugang zu finanziellen Mitteln der Europäischen
Union. Interessant ist in diesem Zusammenhang das Ziel 2-Programm im Rahmen des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der Fond und das Programm existieren seit vielen Jahren. Erst sein Anfang 2007 ist es jedoch für Antragsteller aus Südwestfalen möglich, Mittel zu beantragen. Bis dahin waren die Mittel vor allen Dingen auf das Ruhrgebiet konzentriert. Im Rahmen eines Wettbewerbs bekommt nun das Projekt den Zuschlag, das eine unabhängige Jury überzeugt. "Bisher haben 21 Projekte* aus Südwestfalen den Zuschlag der Jury bekommen. Es geht um insgesamt 10 Mio. Euro. Es ist sehr gut, dass die Benachteiligung des ländlichen Raumes beendet wurde", so der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und der Kreisvorsitzende der CDU im Märkischen Kreis Thorsten Schick. Im Rahmen der Regionale wird Südwestfalen sogar bevorzugt. Projekte, die sich auf die Säule 2 des Ziel 2-Progamms beziehen, das heißt Innovation und wissensbasierte Wirtschaft, können sich sowohl bei der Regionale als auch bei dem Ziel 2-Wettebewerb auf Landesebene bewerben. Wenn man sich bei der Regionale mit dem 3. Stern qualifiziert, braucht man beim Wettbewerb auf Landesebene nicht mehr teilnehmen. Peter Liese rät Firmen, Kommunen und anderen Institutionen, die grundsätzlich für eine Förderung in Frage kommen, sowohl auf Landesebene als auch bei der Regionale einen Versuch zu starten. Auch das erste Projekt im Rahmen der Regionalen welches den 3. Stern und damit den Förderbescheid erhalten hat, profitiert von europäischen Mitteln. 328,037 EUR kommen aus dem Ziel 2-Projekt. Im Rahmen des Projekts werden sogenannte "Technologie-Scouts" finanziert, die den Unternehmen helfen, Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen.Liese und Schick zeigten sich besorgt über Äußerungen von Ministerpräsidenten Hannelore Kraft. Kraft hatte mehrfach betont, dass sie die Ausweitung des Ziel 2-Programms auf ländliche Regionen wie Südwestfalen ablehnt. "Wir müssen sehr wachsam sein, damit gute Projekte wie die Technologiescouts in Zukunft noch gefördert werden können. Die alte Praxis, dass man die Mittel in Hagen bekommen kann in Iserlohn aber nicht, darf sich nicht wiederholen", so Liese und Schick abschließend.




