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Europäische Kommission legt Bericht zu Klonfleisch vor

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2010-10-19_Peter_Liese
Die Europäische Kommission hat heute einen lange erwarteten Bericht zum Klonfleisch verabschiedet. Der Inhalt des Berichts geht nach Meinung des südwestfälischen CDU-Europaabgeordneten Dr. Peter Liese in die richtige Richtung.
 
"Das Europäische Parlament hat sich mehrfach mit sehr großer Mehrheit dagegen ausgesprochen, Fleisch geklonter Tiere in Europa zuzulassen. Ich bin froh darüber, dass auch die Kommission den Willen des Europäischen Parlamentes und der deutlichen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Europa endlich Rechnung trägt, indem es ein zeitlich begrenztes Verbot des Klonens von Tieren zu Nahrungsmittelzwecken sowie ein Importverbot von Klontieren vorschlägt. Diese Forderung wurde auch von unseren heimischen Landwirten an mich herangetragen. Der neue Gesundheitskommissar John Dalli konnte in diesem Punkt offensichtlich eine wesentliche Richtungsänderung der Kommission erreichen", so Peter Liese, der auch Sprecher der EVP-Fraktion (Christdemokraten) im Europäischen Parlament für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist.

In ihrem Bericht fordert die Kommission ein zeitlich begrenztes Verbot des Klonens von Tieren zu Nahrungsmittelzwecken sowie ein Importverbot von Klontieren und Klonfleisch. Das Klonen von Tieren sollte nur für wissenschaftliche Zwecke und zum Erhalt gefährdeter Arten erlaubt sein. Nachkommen geklonter Tiere und der Import von Samen und Embryonen ist laut Kommissionsvorschlag jedoch nicht verboten. Insbesondere diese Tatsache bewertete der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete, der auch Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bioethik der EVP-Fraktion ist, sehr kritisch. "Die Vorlage des Berichts ist ein Erfolg für das Europäische Parlament und die Verbraucher in der EU aber eine Gesetzgebung zum Klonfleisch muss auch eine Regelung für die Nachkommen geklonter Tiere umfassen. Wir brauchen zudem auch eine Regelung für die Übergansfrist bis zum endgültigen Inkrafttreten des Klonfleischverbotes. Hier sollten Rat und Kommission gemeinsam ein Moratorium beschließen, bis dem  Willen des Europäischen Parlamentes und der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürgern in Europa Rechnung getragen wird."

Peter Liese betonte noch einmal die generelle Ablehnung von Klonfleisch. "Das Unwohlsein der Bürgerinnen und Bürger beim Thema Klonfleisch ist verständlich. Ausreichende Daten für eine verlässliche und abschließende Bewertung einer Gefährdung menschlicher Gesundheit durch den Verzehr von Klonfleisch liegen nicht vor. Die Technik des Klonens ist für die Tiere mit enormen Leiden verbunden. Der Tierschutz ist jedoch ein Prinzip der europäischen Politik, das in den europäischen Verträgen festgelegt ist. Deshalb müssen wir diese Argumente ebenso wie die Argumente berücksichtigen, die das Klonen aus ethischen Gründen ablehnen." Außerdem wies der heimische CDU-Europaabgeordnete erneut darauf hin, dass es in Europa keinen Anlass gebe, auf Fleisch geklonter Tiere zurückgreifen zu müssen, da die Versorgungslage ausreichend sei: "Die Menschen in Europa wollen und brauchen kein Klonfleisch, daher ist ein eindeutiges Verbot nötig", so Peter Liese abschließend.
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