CDU-Arbeitskreis Sicherheit besuchte mit Wolfgang Exler das SEK-Polizeitrainingsgelände Hemer
In der vergangenen Woche konnten sich die Mitglieder des CDU-Arbeitskreises Sicherheit des CDU-Kreisverbands Mark unter Leitung von Wolfgang Exler über die Einsatz-und Trainingsmöglichkeiten von Polizeispezialeinheiten der Polizei NRW im Hönnetal informieren. Trotz des winterlichen Wetters kam eine große Anzahl von Interessierten zu dieser Veranstaltung, um zu erfahren, wie die Polizei NRW sich auf besonders schwierige und gefährliche Einsätze z.B. bei AMOK-Lagen, Geiselnahmen, Bedrohungen, etc. vorbereitet.
Das Trainingszentrum Hemer ist einmalig in Deutschland und bietet den Polizeibeamten auf 430.000qm ein ideales Trainingsgelände, um den geforderten Einsatzgeschehnissen Rechnung zu tragen. Hier können in schwierigem Gelände auch Übungen mit Präzisionsschützen, Sprengmeistern und taktischen Übungen zu Luft und Boden durchgeführt werden. Die CDU MK war sehr darüber erfreut, dass das Land NRW erst kürzlich den Vertrag für 15 Jahre an dem Standort verlängert hat, und so auch die Qualität der Aus- und Fortbildung für die Spezialeinheiten (SEK/MEK) ermöglicht hat. Die Teilnehmer erfuhren auch, dass es Nachwuchssorgen bei den SEK in NRW gibt und die finanziellen Anreize trotz der schwierigen körperlichen und psychischen Belastungen zu gering sind. Eine SEK-Zulage wird nur in Höhe von 153,39€ gewährt. Hierdurch bekommen sie weniger Zulagen, als wenn sie im normalen Wechseldienst ihren Dienst versehen würden. Jedoch ihre Einsatzverwendung mit Rufbereitschaften und Einsätzen im ganzen Bundesgebiet steht nicht im Verhältnis zu den täglichen Anstrengungen und dem enormen Leistungsspektrum, so Wolfgang Exler, der sich im Polizeibereich gut auskennt und auch gewerkschaftspolitisch in der GdP tätig ist. Die SEK-Einheiten in NRW sind jederzeit in ca. 1 Stunde an jedem Einsatzort in NRW einsetzbar, was eine große Logistik erfordert. Auf die Frage von Teilnehmern wie man zum SEK kommt, wurde deutlich, dass die Hürden für im Dienst befindliche junge Polizeibeamte sehr hoch ist. Jedes Jahr bewerben sich von den ca. 40.000 Polizeibeamten in NRW ca. 100 Polizeibeamte, wenn sie über die nötige Einzeldiensterfahrung verfügen und sich auch sicher sind, den „harten“ medizinischen und sportlichen Test zu bestehen. Letztendlich kommen nur 15% in die Ausbildung als SEK-Beamte, denn der Team-Geist und die Dauerbelastung bei Einsätzen u.a. mit dem hohen Gefahrenrisiko oder z.B. dem Befehl zur Abgabe eines finalen Rettungsschusses sind jederzeit möglich. Es geht hier um die Bekämpfung der Schwerstkriminalität und die Befreiung von Opfern aus den Händen von Verbrechern. Das Innenministerium NRW investiert aus Sicht der CDU MK im Trainingszentrum Hemer auch zukünftig mit gerade erst freigegebenen Haushaltsmitteln aus dem Landeshaushalt 2010, um modernste taktische Kriminalitätsbekämpfung in NRW zu gewährleisten. Die Beamten des SEK Dortmund und auch die Ausbilder der Fortbildungsstelle für Spezialeinheiten in Selm-Bork konnten den Teilnehmern desweiteren ihre Waffenausrüstung vorstellen, womit jeder SEK-Beamte ausgestattet ist. Die CDU-Teilnehmer waren überrascht, was ein SEK-Beamter stets mit sich führen muss, um autak am Einsatzort irgendwo in NRW oder Deutschland eingesetzt werden zu können. Der CDU-Arbeitskreis dankte den Beamten für die Ausführungen und die Begehung im Trainingszentrum Hemer und wird sich dem Thema „Innere Sicherheit“ auch weiter widmen. Deshalb soll auch nach den Umbauarbeiten nach dem Sommer mit dem Standort Hemer ein weiterer Termin erfolgen. Wolfgang Exler konnte zu dem Thema Innere Sicherheit: „Wie sicher ist unser Land“ auch den Bundestagsabgeordneten und innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach (MdB) gewinnen, der in einer lockeren Podiumsveranstaltung am 13.04.2010 im nördlichen Märkischen Kreis den Bürgern für Fragen zur Verfügung steht.





